BENSELER-Firmengruppe eröffnet neues Werk in Lüdenscheid

Mehr Raum für neue Herausforderungen

Markgröningen/Lüdenscheid, 27. September 2017. Seit vielen Jahren steht die BENSELER Oberflächentechnik NRW GmbH & Co. KG in Werdohl für zuverlässigen Korrosionsschutz von Gewindeteilen. Jetzt, im 30. Jahr ihres Bestehens, beginnt ein neues Kapitel des Unternehmens der BENSELER-Firmengruppe: die Eröffnung des neuen Werks am Standort in Wibschla bei Lüdenscheid.


Die Initialzündung für das neue BENSELER-Werk in Lüdenscheid war die Übernahme der Anteile der Vossloh AG an der BV Oberflächentechnik GmbH & Co. KG in Werdohl durch die BENSELER-Firmengruppe am 30. Oktober 2015. Bis dahin waren beide Unternehmen mit jeweils 50 Prozent an der BVO beteiligt. Mit der Vertragsunterzeichnung wurde auch der Umzug des Werks vom ursprünglichen Standort in die Nachbarschaft besiegelt. Bereits Anfang 2016 war ein passender neuer Standort gefunden: ein insgesamt 27.000 m2 großes Gelände in Wibschla bei Lüdenscheid, direkt an der auch als Sauerlandlinie bekannten Autobahn A45 gelegen.


Der Spatenstich für den knapp 10.000 m² umfassenden Neubau fand im März 2016 statt. Darin sind die Werkshalle mit ihrer ca. 4.000 m² großen Produktionsfläche, das rund 1.500 m² große Warenlager, Werkstätten und Technikräume untergebracht sowie direkt anschließend das zweistöckige Verwaltungsgebäude. In diesem befinden sich wiederum unter anderem die IT-Zentrale, Testräume und Labors, Disposition und Vertrieb.


Ebenfalls direkt an die Produktionshalle angebaut ist die überdachte Be- und Entladezone, die auch mit Gigalinern angefahren werden kann und in der sich täglich rund 70 Lkw zügig abfertigen lassen. „Unsere interne und externe Logistik ist stringent aufgesetzt und damit für alle Beteiligten übersichtlich, zeit- und ressourcensparend“, sagt Roland Gehring, Geschäftsführer der BENSELER Oberflächentechnik NRW GmbH & Co. KG: „Wir haben einen Turnover vom Wareneingang bis zum fertigen Produkt von durchschnittlich 48 Stunden.“ Ein Plus ist auch die direkte Nachbarschaft zur Autobahn, wodurch die mehr als 15 km lange Anfahrt nach Werdohl wegfällt.


Anlagentechnik auf aktuellstem Stand


Wie am bisherigen Standort Werdohl bietet BENSELER auch am neuen Wirkungsort in Wibschla das GEOMET®-Beschichtungsverfahren an, ein wasserbasiertes Dünnschicht-Korrosionsschutz-System. Hierfür waren drei Anlagen aus dem alten Werk umgezogen und generalüberholt worden, um sie auf den neuesten technischen Stand zu bringen. Zusätzlich wurde eine neue dreilinige Anlage für zwei Basecoats und ein Topcoat installiert. Damit haben die Korrosionsschutzspezialisten von BENSELER die Produktionskapazität enorm gesteigert: „In Werdohl liefen bislang rund 30.000 t Schrauben und sonstige Gewinde- und Kleinteile aus der Anlage“, erklärt Gehring. „Im neuen Werk werden wir eine 5-Tage-Woche in drei Schichten fahren und eine Produktionskapazität von über 45.000 t erreichen können. Außerdem haben wir dadurch, dass der Neubau deutlich mehr Platz bietet, die Chance, das Angebot an Beschichtungsverfahren vor Ort zu erweitern.“ Für zukünftige Projekte hält BENSELER zudem eine ca. 4.000 m² große Freifläche vor, auf der für und mit Kunden weitere Prozesse geplant und installiert werden können.
Das Angebot der nachgelagerten Prozesse ist dank der verbesserten räumlichen Kapazitäten bereits jetzt schon erweitert. Auf 600 m² bietet BENSELER seinen Kunden nun unter anderem messendes Sortieren und das Belabeln und Verpacken der beschichteten Kleinteile an. Neben der höheren Produktionsmenge ein weiterer Kundenvorteil, lassen sich doch dadurch Logistikkosten einsparen. Geplant ist, künftig weitere nachgelagerte Prozesse wie etwa das Patchen von Schrauben anzubieten.


Effektive Nutzung der Abwärme


Beim Aufbau der neuen Produktion in Wibschla haben die Oberflächenspezialisten auch darauf geachtet, sie mit den bestmöglichen Lösungen hinsichtlich Umwelt- und Ressourcenschonung auszustatten. So können sie durch eine entsprechende Kombination von Abluft- und Energierückführtechnik so viel der im Arbeitsprozess entstehenden Abwärme auffangen und wiederverwenden, dass sie mit dieser Wärmeenergie die gesamte Vorbehandlung, einen Teil der Einbrennenergie, die Haustechnik und eine separate Aktivkühlung versorgen können. Mit Blick auf die Umwelt ein enormes Plus: Durch die dadurch nicht benötigte und eben auch nicht verbrannte Gasmenge spart BENSELER pro Jahr 1,5 Mio. kg CO2 ein, die andernfalls in die Abluft gelangen würde.